CDU-Vorschläge helfen Kindern, Lehrkräften und Eltern nicht weiter – Brück: Präsenzunterricht ist erste Wahl

Veröffentlicht am 18.11.2020 in Landespolitik

Zu den heutigen bildungspolitischen Äußerungen der CDU-Landtagsfraktion erklärt die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Bettina Brück:

 

Der Präsenzunterricht ist die erste Wahl. Es ist daher gut und richtig, dass die Schulen offen sind und Schülerinnen und Schüler im Präsenzunterricht lernen können. Wer wie die CDU-Fraktion pauschale Forderungen nach Hybridunterricht stellt, der hat absolut nichts aus den Erfahrungen im Frühjahr gelernt. Wir müssen mit allen Mitteln eine Situation vermeiden, in der Kinder und Jugendliche wieder zu den Verlierern der Pandemie werden. Der Präsenzunterricht macht nicht nur beim Lernerfolg einen Unterschied, er ist auch enorm wichtig für das soziale Miteinander. Hinzu kommt: Was die Entwicklung des Infektionsgeschehens angeht, sind Schulen und Kitas sehr gut kontrollierte und kontrollierbare Bereiche. Es gibt bislang keine Hinweise darauf, dass Schulen Corona-Hotspots sind. So kommt auch eine Erhebung des Landesuntersuchungsamts zu dem Ergebnis, dass sich seit dem Ende der Sommerferien lediglich 0,54 Prozent der Kinder in Schulen und Kitas angesteckt haben. Von den 1590 Schulen in Rheinland-Pfalz ist derzeit keine einzigevollständig geschlossen. Das Schüren von Ängsten ist vor diesem Hintergrund völlig unangebracht. So lange das Infektionsgeschehen es zulässt, sollte es unser oberstes Ziel sein, dass der Präsenzunterricht so lange wie möglich aufrechterhalten wird. Der Hybridunterricht sollte das letzte Mittel sein. Für den Fall der Fälle sind die Schulen vorbereitet.“

Brück weiter: „Die CDU-Vorschläge sind völlig unausgegoren. Das Regelungs-Chaos, das die CDU-Fraktion vorschlägt, hilft den Kindern, Lehrkräften und Eltern nicht weiter. Wir brauchen in dieser besonderen Situation ein einheitliches und mit allen Beteiligten abgestimmtes Vorgehen, das dennoch flexibel genug ist, um an das dynamische Infektionsgeschehen angepasst zu werden. Für die Organisation des Präsenzunterrichts im Corona-Winter hat die Landesregierung daher frühzeitig ein umfassendes Konzept vorgelegt. Dieses wird kontinuierlich und im Dialog mit Gesundheitsexpertinnen- und experten sowie allen Beteiligten an den Schulen abgestimmt. Damit die Schulen bestmöglich auf die kommenden Monate vorbereitet sind, hat die Landesregierung zusätzliche Maßnahmen ergriffen: Als unmittelbare Gesundheitsschutzmaßnahme wurden die Schulen mit 500.000 Masken zusätzlich sowie Desinfektionsmittel ausgestattet. Für Lehrkräfte wurden 200.000 FFP2-Masken und Face Shields bereitgestellt, auf die sie im Bedarfsfall zurückgreifen können. Die Schulen setzen die Hygiene- und Lüftungskonzepte vor Ort hervorragend um und werden dabei mit dem Förderprogramm der Landesregierung für mobile Lüftungsgeräte unterstützt. Um pandemiebedingte Ausfälle unter den Lehrkräften aufzufangen, stellt die Landesregierung insgesamt fast 50 Millionen Euro für Vertretungslehrkräfte zur Verfügung. Nicht zuletzt wurde das Testkonzept angepasst und Kitas, Grundschulen und Kindertagespflege erhalten ein zusätzliches Angebot für freiwillige Schnelltests auf das Corona-Virus.“

 
 

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