Girls day 2010: Nah an der Politik – nah an Nahles

Veröffentlicht am 30.04.2010 in Bundespolitik

Einen Tag in Berlin. Einmal schnuppern, was am Beruf der Politikerin so spannend, so aufreibend sein kann. Diese Erfahrung machte Johanna Ferber anlässlich des Girls day in der vergangenen Woche. Für Johanna ist gut gesorgt. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin von Andrea Nahles im Deutschen Bundestag, Regina Suchanek, empfängt Johanna am Berliner Hauptbahnhof und begleitet sie zum Hotel, wo schon die anderen Mädchen warten, die wie Johanna ihre Politikerin am folgenden Tag durch den Berliner Alltag begleiten dürfen.

Zur Ankunft genügt eine kleine Einführung in den Reichstag. Ein Vortrag im Plenarsaal, der Auskunft gibt über Allgemeines im Hohen Haus, Architektonisches und das Protokoll der Ordnung im Plenarsaal. „Die Ideen für die Umsetzung des Baus, speziell die der Kuppel hat mich sehr beeindruckt“, erklärt Johanna, aber auch, dass sie dann froh am späten Abend mit den Gedanken an ihre Erwartungen an den Girls day einschläft.
Der Girls day beginnt früh: Um 6:30 Uhr heißt es auschecken und um 6:45 Uhr der U-Bahn Richtung Bundestag besteigen. Der Prozedur der Sicherheitsüberprüfung unterziehen sich alle klaglos und folgen der Erklärung über die Raumaufteilung auf der Fraktionsebene, die entstand, als in Deutschland nur vier Parteien den Deutschen Bundestag bildeten. Vier Türme für fünf Parteien. Naheliegend, dass sich die Grünen und die Linken einen Turm teilen.
Um 8 Uhr endlich Frühstück im Fraktionssitzungssaal der SPD. Die Abgeordneten, die sich frei machen konnten und der Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier gesellen sich dazu. Eine Stunde Zeit, dann startet der Politparcours, und die Köpfe der Mädchen rauchen zum ersten Mal an diesem Tag. „Wir haben besprochen, wie ein Gesetz zu Stande kommt“ erklärt Johanna.“Dazu mussten wir in die Rolle eines Abgeordneten schlüpfen und haben den Gang durch die Gesetzgebung am Beispiel: „Wahlrecht ab 16“ nachgespielt.“ Debattieren, zanken, taktieren, argumentieren, alles was so zum Politikalltag gehört wurde simuliert und endete wie im richtigen Leben: „Wegen der Mehrheit von Union und FDP wurde aus dem “geplanten“ Wahlrecht ab 16 nichts. Eine Grundgesetzänderung schafft man nur mit einer Zweidrittel Mehrheit“, hat Johanna gelernt.
Das Mittagessen allein mit Andrea Nahles versteht Johanna als Privileg. Sie darf einen Blick in den Kalender der Generalsekretärin wagen und feststellen: ein (fast) privates Essen mit Andrea Nahles ist die absolute Ausnahme, eigentlich nie drin. Johanna ist beeindruckt: „Der Alltag eines Politikers in Berlin ist extrem stressig. Freizeit gibt es in den Sitzungswochen nicht und selten mal ein freies Wochenende. Wir als ‚normale‘ Bürger erleben nur den kleinsten Teil der Arbeit von Abgeordneten. Und ständig die Presse und Fernsehkameras um mich herum. Schade, dass die nicht intensiver dafür arbeiten, mehr Jugendliche für die Politik zu begeistern, stattdessen wird so viel von der Politik negativ dargestellt. Was falsch oder richtig ist, darüber will Johanna anlässlich der Debatte der live erlebten Sitzung zu Afghanistan noch nicht recht beurteilen. „Das war ein spannender Plenumsbesuch mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem Bundesaußenminister Guido Westerwelle.“
Beeindruckt zeigt sich Johanna anschließend von der Architektur des Paul-Löbe-Hauses. Dort haben fast alle Abgeordneten und ihre Mitarbeiter ihre Büros. „Das Gebäude erinnert auf den ersten Blick an einen modernen Bahnhof“, erklärt Johanna findet kreisrunde Büroräume gut und dass die Aufzüge des Hauses fast komplett gläsern sind.
Mit einer Diskussion über die Themen Politik als Beruf, Frauen- und Gleichstellungspolitik, Vereinbarkeit Familie und Beruf in der Politik und Lebensläufe in der Politik setzen die Damen SPD-Fraktion für ihre jungen Besucherinnen den Schlusspunkt. Denn um 16.30 Uhr ging der Zug nach Hause zurück.
„Für mich war der Girl‘s Day im Bundestag eine ganz besondere Chance zum Hineinschnuppern in den Deutschen Bundestag“, strahlt Johanna am Ende „Außerdem habe ich viele neue Mädchen kennengelernt, die ähnliche Interessen haben wie ich. Ich würde den Girl‘s Day dort jederzeit wiederholen, es war absolut lohnend!“

 
 

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