Aufstieg durch bessere Bildung

Veröffentlicht am 11.09.2008 in Bildung

Bundesarbeitsminister Olaf Scholz hat seine Forderung bekräftigt, Arbeitslosen ohne Schulabschluss eine zweite Chance einzuräumen. Hervorragende Bildung für alle sei der Schlüssel für persönlichen Aufstieg sowie für die Bewältigung des drohenden Fachkräftemangels.

Jeder Schulabgänger und jede Schulabgängerin ohne Schulabschluss solle das Recht und die Förderung erhalten, einen grundlegenden Schulabschluss nachzuholen, forderte der Minister im Interview mit dem Focus.

Scholz verwies darauf, dass die Zahl der Schulabbrecher mit acht Prozent viel zu hoch sei. "Alle Arbeitslosen ohne Schulabschluss, die nicht vermittelt werden können, müssen die Möglichkeit bekommen, diesen Abschluss nachzuholen", sagte der Minister.

Als "das Schlüsselthema" für die Herausforderungen am Arbeitsmarkt bezeichnete Scholz eine bessere Bildung auf allen Ebenen, damit auch in Zukunft genügend Fachkräfte zur Verfügung stehen. Er sei überzeugt, dass Vollbeschäftigung "innerhalb einer Dekade" machbar sei, "wenn wir weiter das Richtige tun". Dazu müsse die Gesellschaft "jedem, der seine Arbeit verliert, das Versprechen geben können, in spätestens einem Jahr wieder eine Stelle zu haben. Und das zu einem Einkommen, das seine Würde nicht verletzt".

Der Minister gab sich optimistisch, dass "vielleicht noch in diesem Herbst für einen Monat die Arbeitslosenzahl unter drei Millionen sinken" könne. Dies wäre ein wichtiger Teilerfolg auf dem Weg zum erklärten Ziel der Vollbeschäftigung.

Die Union forderte er auf, sich beim Thema Mindestlohn an die in der Großen Koalition getroffenen Absprachen zu halten. Die Mehrheit der Deutschen wolle einen Mindestlohn. "Und er kommt", ist der Minister überzeugt. "Branche für Branche. Alle sind hier im Wort. Auch die Union. Auch die CDU-Vorsitzende." Die Botschaft müsse lauten: "Wer sich anstrengt, muss dadurch sein Leben verbessern können und darf nicht auf unüberwindbare Hürden stoßen."

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