Arbeitslosigkeit unter drei Millionen

Veröffentlicht am 30.10.2008 in Arbeit

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Oktober auf unter drei Millionen gesunken. SPD-Generalsekretär Hubertus Heil begrüßte die Entwicklung als "Erfolg sozialdemokratischer Regierungsarbeit". Bundesarbeitsminister Olaf Scholz kündigte weitere Maßnahmen an, um den Arbeitsmarkt vor den Folgen der Finanzmarktkrise zu schützen.

Nun gelte es, diese positive Entwicklung weiter voranzutreiben: "Unser Ziel bleibt, die Arbeitslosigkeit weiter zu senken", unterstrich Heil am Donnerstag in Berlin. Weiter sagte er, die aktuelle Krise an den Finanzmärkten dürfe diesen Erfolg nicht gefährden. "Wir brauchen einen Schutzschirm für Arbeitsplätze. Dies muss ein Mix aus beschäftigungswirksamen Impulsen und arbeitsmarktpolitischer Absicherung sein." Dafür forderte der SPD-Generalsekretär "Impulse für neue Beschäftigung" ein. Als Beispiele nannte er die energetische Gebäudesanierung, die Förderung von klein- und mittelständischen Unternehmen sowie Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur. Außerdem müsse die Förderung von Dienstleistungsarbeit im Haushalt verbessert werden. Scholz: "Trotziges Zeichen der Zuversicht" Bundesarbeitsminister Olaf Scholz bezeichnete den Rückgang trotz der andauernden Krise an den Finanzmärkten als "trotziges Zeichen der Zuversicht". Gleichzeitig kündigte Scholz ein umfassendes Maßnahmenpaket zum Schutz des Arbeitsmarktes an. Laut Bundesagentur für Arbeit verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen im Oktober um 84.000 auf 2.997.000. Erstmalig seit 16 Jahren liegt die Arbeitslosigkeit unter drei Millionen. Die Arbeitslosenquote sank damit im Vergleich zum Vorjahr um 1,0 Prozentpunkte auf 7,2 Prozent. Es sei deutlich, dass die sozialdemokratischen Arbeitsmarktreformen greifen und den Arbeitsmarkt "wetterfest" gemacht hätten, sagte Olaf Scholz am Donnerstag in Berlin. Nun gehe es darum, den Bereich "sturmfest" zu machen. Dafür kündigte Scholz ein umfassendes Maßnahmenpaket an, das den Arbeitsmarkt vor den Folgen der Finanzmarktkrise schützen soll. Demnach sollen die Unternehmen bei der Mitarbeiterqualifizierung unterstützt werden, die Arbeitsvermittlung verbessert und das Kurzarbeitergeld auf 18 Monate verlängert werden.
 
 

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