„Wie kann das ÖPNV-Chaos im Landkreis beseitigt werden?“

Veröffentlicht am 13.01.2022 in Pressemitteilung

SPD-Kreistagsfraktion stellt schriftliche Anfrage an Landrat Dr. Alexander Saftig

„Die Beschwerdeliste von Eltern und Fahrgästen seit dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember ist lang. Sie reicht von Verspätungen und Bus-Ausfällen über die Ablehnung gültiger Monatskarten und fehlender Fahrpläne bis hin zu ortsunkundigen und der deutschen Sprache nicht mächtigen Fahrer. Aber wenn die Sicherheit unserer Kinder in den Schulbussen nicht mehr gewährleistet ist, ist das Maß mehr als voll! Diese andauernden Missstände im ÖPNV des Kreises Mayen-Koblenz sind nicht hinnehmbar und müssen umgehend beseitigt werden“, fordert der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Maximilian Mumm.

Der neue Vertragspartner, die zum Transdev-Konzern gehörenden Verkehrsbetriebe Rhein-Eifel-Mosel (VREM), sei offensichtlich nicht in der Lage, die vertraglich vereinbarten Leistungen zu erbringen, so Mumm weiter. Die SPD-Kreistagsfraktion wünscht sich einen Einblick in die Vorgehensweise und Strategie der Kreisverwaltung, wie sie gedenkt, die Problematik aufzulösen. Zu diesem Zweck richtet sie eine schriftliche Anfrage an Landrat Dr. Alexander Saftig zum neuen Linienbündelsystem.

Zum einen möchte die Kreistagsfraktion wissen, welche Maßnahmen die Kreisverwaltung bislang ergriffen habe. Sie fragt darüber hinaus, ob in diesem Zusammenhang die Möglichkeit bestehe, Abmahnungen gegen die neue Betreiberfirma auszusprechen mit dem Ziel der Kündigung, um gegebenenfalls einzelne Bündel an andere Auftragnehmer zu vergeben. Wichtig zu wissen wäre auch, wie sich die beauftragte Firma zu der von ihr verschuldeten Misere äußert und wie ihr konkreter Maßnahmenplan aussieht, um das Chaos zu beenden. Welche Maßnahmen werden zusammen mit dem Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) getroffen, heißt es in der Anfrage weiter. Zudem möchte die Kreistagsfraktion erfahren, wie die Mitglieder des Kreistages über die derzeitige Entwicklung unterrichtet werden.

Die SPD-Fraktion regt darüber hinaus an, den ÖPNV in Eigenregie des Landkreises zu übernehmen. Das Beispiel der Stadt Koblenz, die seit Jahren gute Erfahrungen machten, zeige, dass dieses Vorhaben realisierbar sei, so Mumm. „Die jetzige Lage und die Erfahrungen der Vergangenheit lehren uns, dass diese Überlegungen durchaus sinnvoll sind. In den letzten Jahren haben wir gesehen, vor welch unangemessenen finanziellen Aufwand der Kreis durch Kündigungen von Unternehmen und damit einhergehenden Notvergaben gestellt wurde. Zum einen ist der Landkreis einfach näher dran und kann das Angebot zum anderen wesentlich attraktiver gestalten. Ein weiterer Vorteil wäre, dass man das Personal selbst sorgfältig aussuchen kann und eine angemessene Bezahlung der Fahrer gewährleistet wäre“, ist sich Mumm sicher.

 
 

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