ÖPNV im Maifeld: Bürgermeister Mumm erstattet Strafanzeige gegen Busfahrer

Veröffentlicht am 14.03.2022 in Pressemitteilung

Eine weitere Eskalationsstufe hat die mangelhafte Ausbildung der Busfahrer, die durch TRANSDEV und VREM eingesetzt werden, jetzt in der Verbandsgemeinde Maifeld erreicht.

„Was mir zu meinem Entsetzen am Freitagmittag die Schulleiterin Frau Schenk unserer Grundschule Mertloch zunächst am Telefon mitteilte, bestätigte mich in meiner Meinung, dass die beiden Firmen keine Kompetenz in Fragen eines seriösen und sicheren Busverkehrs haben, wie ich im Übrigen seit Wochen nicht müde werde, zu betonen“, so Mumm.

Ein Fahrer der Linie 358 hatte am Donnerstag, 10.03.2022, gegen 12.04 Uhr drei Kinder (6 und 7 Jahre alt) nicht wie vorgesehen, in Kollig abgesetzt, sondern ist mit ihnen über die A 48 nach Roes (Kreis Cochem-Zell) gefahren und hat sie dort zum Aussteigen genötigt. Rektorin Margit Schenk berichtet von dramatischen Minuten für die drei Kinder. Ihre Hinweise an den Busfahrer, dass dieser in die falsche Richtung fährt, werden von diesem ignoriert. Einer der Erstklässler versucht seine Mutter mit seiner Smartwatch zu erreichen, während der Telefonate ist zu vernehmen, wie der Fahrer im Hintergrund mit den Kindern schimpft und sie anschreit. Dann bricht die Verbindung ab. 

„Als die Mutter wieder mit ihrem Sohn telefoniert, hat sie einen fremden Mann am Telefon, der ihr sagt, dass die Kinder in Roes sind“, schildert Rektorin Schenk. „Was hätte da alles passieren können.“

Noch am Freitagabend sah sich Bürgermeister Mumm veranlasst, gegen den Busfahrer und die beiden Geschäftsführer von TRANSDEV und VREM eine Strafanzeige zu erstatten, die er an die STA Koblenz geschickt hat. Konkret besteht nach seiner Aussage der Verdacht der Nötigung, Freiheitsberaubung und Aussetzung gegen den Busfahrer im Raum.

„Gegen die beiden Geschäftsführer habe ich wegen Duldung durch Unterlassen Anzeige erstattet. Seit Wochen sind sie nicht in der Lage, den Fahrern Strecken und Haltestellen vernünftig beizubringen, so dass dieser Fall hier eigentlich nur der traurige Höhepunkt eines vollkommen desolaten Verhaltens darstellt. Welche Ängste müssen diese drei kleinen Kinder ausgestanden haben und man muss sich fragen, was jetzt folgt, denn die Eltern können ihre Kinder nur noch mit einem mulmigen Gefühl in den Bus lassen.“

 
 

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