Neujahrsempfang des SPD-Ortsvereins Mendig

Veröffentlicht am 14.01.2015 in Pressemitteilung

 

Großer Applaus für die Ansprache von Andernachs Oberbürgermeister Achim Hütten 

 
plaus für die Ansprache von Andernachs Oberbürgermeister Achim Hütten

(v.l.) Clemens Hoch (Leiter der Staatskanzlei und Kreisverbandsvorsitzender), Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel, Sebastian Durben (neues SPD-Mitglied), Ralf Kraut (Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Mendig), Marc Ruland (MdL) und Achim Hütten (Oberbürgermeister der Stadt Andernach) beim SPD-Neujahrsempfang. Fotos: SF 

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Mendig. Ralf Kraut, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Mendig, hieß am vergangenen Sonntag anlässlich des Neujahrsempfangs seiner Partei zahlreiche Besucher, darunter Vertreter aus Politik, Kirche, Wirtschaft, Kultur und heimischen Vereinen, herzlich willkommen und wünschte allen ein gutes Jahr 2015. 

Nach einer musikalischen Begrüßung durch die Singgemeinschaft Georg Schlich unter der Leitung von Anita Reuter richtete zunächst Stadtbürgermeister Hans-Peter Ammel das Wort an die zahlreichen Besucher. Er befasste sich in seiner Ansprache zunächst mit dem aktuellen Geschehen in Paris, wo wenige Stunden zuvor die Elite der internationalen Politik bei einem großen Gedenkmarsch gemeinsam mit Hunderttausenden Menschen der Opfer der Terroranschläge gedachten. 

Bereits seit dem Jahre 1966 pflegt die Stadt Mendig eine Partnerschaft mit der Stadt Yerres in Frankreich. Yerres, mit ca. 35.000 Einwohnern fast dreimal so groß wie Mendig, liegt in unmittelbarer Nähe zu der Landeshauptstadt Paris. 

Ammel unterstrich unter anderem, dass es angesagt sei, Integration auszuüben und sich mit den Menschen, die hier Zuflucht und Hilfe suchen, freundschaftlich auseinander zu setzen. 

 


Wahlen im Jahr 2014


 

Anschließend ging der Mendiger Stadtbürgermeister noch einmal kurz auf die Wahlen 2014 ein: „Diese liegen nunmehr bereits mehr als ein halbes Jahr zurück und haben für uns in Mendig dazu geführt, dass die politischen Verhältnisse weitgehend stabil geblieben sind. Von den 24 Sitzen des Mendiger Stadtrates hat die CDU elf erhalten, die SPD zehn und drei Sitze gingen an Bündnis 90/Die Grünen. Ich persönlich freue mich natürlich besonders darüber, wieder das Vertrauen des Wählers erhalten zu haben und mit einem gleich guten Ergebnis wie 2009 im Amt des Stadtbürgermeisters bestätigt worden zu sein. An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an die Wählerinnen und Wähler, die mir ihre Stimme gegeben haben.“ 

In diesem Zusammenhang wies Hans-Peter Ammel darauf hin, mit welchen Aufgaben und Herausforderungen ein Gemeinwesen wie die Stadt Mendig sich auseinanderzusetzen habe. Dabei nannte er unter anderem die finanziellen Aufwendungen für die Instandhaltung der Straßen, der Unterhaltung von zwei Kindergärten plus Hort und Jugendtreff, des städtischen Schwimmbades und des „Lava Dome“. Weiter führte Ammel aus: „Unser Bauhof, besetzt mit acht Leuten, deckt das gesamte Aufgabenspektrum von der Instandhaltung der Straßen, Reinigung der öffentlichen Plätze und Grundstücke sowie der Friedhöfe ab. Mit über 200 Hektar Waldbestand ist die Stadt Mendig einer der größeren Forstbetreiber in unserer Region. In der stadteigenen Laacher-See-Halle mit „Ratsstuben“ findet ein reges kulturelles Leben statt, welches Strahlkraft weit über die Stadtgrenzen hinaus entfaltet. Daneben fördert die Stadt ihre Kultur- und Sportvereine im Rahmen des Möglichen. Natürlich ist Mendig auch ein gefragter Wirtschafts- und Gewerbestandort und auch hier sind die entsprechenden Gewerbegebiete, Industriegebiet in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft und natürlich den maßgeblichen Partnern auf dem Flugplatzgelände im Auge zu behalten.“ 

 


Aufnahme in das Bund-/Länderprogramm


 

 

Es sei der Stadt jedoch gelungen, in das neue Bund-/Länderprogramm „Ländliche Zentren - kleinere Städte und Gemeinden“ aufgenommen zu werden. In den begleitenden Maßnahmen, die vorausgingen, sei jedoch explizit festgestellt worden, dass das gesamte wirtschaftliche Geschehen der Verbandsgemeinde Mendig sich zu 80 bis 90 Prozent auf die Stadt Mendig konzentriere und somit das Wohl und Wehe hier ganz wesentlich mitgestaltet werde. 

Weiter sagte der Stadtbürgermeister: „In 2014 gelang es im Übrigen auch, das Kriegerdenkmal am Bahnhof zu sanieren. Aktuell läuft aber ein weitaus größeres Projekt im Zusammenhang mit der Bahn und es sind zwischenzeitlich alle Vorbereitungen getroffen, dass wir vonseiten der Stadt das nördlich der Bahnlinie liegende Gelände erwerben und zu einem Parkplatz ausbauen können. Vonseiten der Bahn wurde ja zwischenzeitlich der Rheinland-Pfalz-Takt eingeführt, der es ermöglicht, in 34 Minuten nonstop von Mendig nach Koblenz-Mitte zu fahren.“ 

Zur Neugestaltung der Heidenstockstraße sagte Ammel: „Diesen wichtigen Meilenstein aus dem Innenstadtkonzept konnten wir zur vollen Zufriedenheit der Bevölkerung vollenden.“ Weiter unterstrich er: „Nicht zuletzt wurde uns allen eine besondere Bestätigung des Stellenwertes von Mendig zuteil, in dem es uns in einer gemeinsamen Aktion von Verbandsgemeinde und Stadt gelungen ist, das wohl bedeutendste Rockfestival Deutschlands, nämlich „Rock am Ring“ nach Mendig zu holen. Auch wenn - meine sehr verehrten Damen und Herren - noch die eine oder andere letzte Abstimmung zum Thema „Naturschutz“ erforderlich ist, kann festgestellt werden, „Rock am Ring 2015“ wird mit sicherlich 80.000 Besuchern im Juni in Mendig über die Bühne gehen und dies ist ein ganz besonderer Grund zur Freude.“ 

 


Neujahrsansprache von Oberbürgermeister Achim Hütten


 

Mit den Worten: „Meine Rede, die ich heute früh um 11 Uhr gehalten hätte, kann ich nach dem Gedenkmarsch um 15 Uhr in Paris nicht mehr halten“, eröffnete Oberbürgermeister Achim Hütten seine höchst engagierte Neujahrsansprache, die von vielen themenspezifischen wie vorausschauenden Zitaten geprägt war. Ob es sich um die Kölner Gruppe „Bläck Fööss“ handelte, die in einem ihrer bekannten Lieder singen: „Ich bin Grieche, Türke, Moslem und Buddhist“ und heute sicherlich hinzufügen würden: „und ich bin Charlie - Je suis Charlie,“ oder um das 1947 in Hamburg uraufgeführte Drama des berühmten deutschen Schriftstellers Carl Zuckmayer, „Des Teufels General“, in dem Harras gegenüber dem verzweifelten Fliegeroffizier Hartmann, der seine arische Abstammung nicht nachweisen konnte, mit der Rede von der „Völkermühle“ antwortete, in der er die nationalsozialistische Rassenlehre umkehrte und behauptete, dass die wertvollsten Menschen gerade aus der Vermischung entstünden. Nach weiteren Zitaten von Max Frisch, Václav Havel, des am 1. Januar 2015 verstorbenen Soziologen Ulrich Beck und nicht zuletzt des amerikanischen Ökonomen Otto Scharmer (Autor des Bestsellers „Theorie U - Von der Zukunft her führen“) kam Achim Hütten zu dem Ergebnis, „dass wir eine Vision für Deutschland, eine Vision für Europa, eine Vision für eine friedliche Welt brauchen!“ 

Dass Visionen auch in der Kommunalpolitik Sinn machen, bewies Oberbürgermeister Achim Hütten am Beispiel des inzwischen weit über die Grenzen hinweg anerkannten und viel diskutierten Projektes „Essbare Stadt - Andernach“. Abschließend verriet Achim Hütten sein Lebensmotto für 2015: „Mutig und treu.“ Treu dem Grundsatz: „Die Würde des Menschen ist unantastbar und mutig, gemeinsame Ziele zu verteidigen. „Wenn jedem Einzelnen von uns dies gelingt, dann steht uns ein gutes Jahr 2015 bevor“, so der Andernacher Oberbürgermeister.

 

Quelle: Blick-Aktuell

 
 

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