Neue Interventionsstelle für Mayen

Veröffentlicht am 27.08.2008 in Aktuell

Das rheinland-pfälzische Hilfeangebot für Frauen, die von Gewalt in engen sozialen Beziehungen betroffen sind, wird um neue Interventionsstellen erweitert. Dies teilte die Mayener Landtagsabgeordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Anne Spurzem mit.

Die neuen Interventionsstellen gehen im September in Mayen, Neuwied, Cochem, Bad Breisig und Betzdorf an den Start. Träger der Stellen sind die Caritasverbände Rhein-Mosel-Ahr, Mosel-Eifel-Hunsrück und Rhein-Wied-Sieg. Das Land fördert die Interventionsstellen mit insgesamt 100.000 Euro pro Jahr.

Die Stellen kümmern sich um Opfer von Beziehungsgewalt. Anders als Frauenhäuser und Frauen-Notrufe, die von den Klientinnen aufgesucht werden, nehmen die Interventionsstellen unmittelbar im Anschluss an einen Polizeieinsatz Kontakt zu den von Gewalt in engen sozialen Beziehungen betroffenen Frauen auf.
Sie leisten vor allem kurzfristige Krisenintervention und psychosoziale Erstberatung, geben Informationen zu den rechtlichen Möglichkeiten und erarbeiten in Zusammenarbeit mit der Polizei ein individuelles Schutz- und Sicherheitskonzept.
Neben den Frauen sind häufig Kinder Leidtragende von Gewalt in engen sozialen Beziehungen. Die Ergebnisse vieler anstehender Fachveranstaltungen werden in ein Konzept zur Intensivierung der Zusammenarbeit von Polizei, Schutzeinrichtungen und Familiengerichten zum Wohl von Kindern einfließen. Gemeinsam mit dem Bildungsministerium fördert das Frauenministerium außerdem Fortbildungen, die den Blick von Erzieherinnen und Erziehern für die Mitbetroffenheit von Kindern durch Partnergewalt schärfen soll. Der Ausbau des Interventionsnetzes wird durch eine Fortbildungsreihe für Ärztinnen und Ärzte begleitet, da sie oft diejenigen sind, die die Situation der Frauen als Erste erkennen und ihnen helfen können.

„Frauen und ihren Kindern muss Sicherheit und Schutz vor Gewalt in engen sozialen Beziehungen gewährt und ein Leben ohne Gewalt ermöglicht werden. Ich bin mir sicher, dass das Interventionskonzept der rheinland-pfälzischen Landesregierung den richtigen Weg weist“, so Anne Spurzem abschließend.

Der SPD-Bürgermeisterkandidat für die Verbandsgemeinde Vordereifel, Herbert Keifenheim freut sich, dass das Land die Interventionsstelle in Mayen fördert und es schon bald auch für von Gewalt Bedrohte oder Betroffene Frauen und Kinder, die in Mayen und den umliegenden Verbandsgemeinden Maifeld, Mendig und Vordereifel wohnen, eine fachspezifische Beratungsstelle gibt.

 
 

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