Hering: Fokus auf Bildung und Energie

Veröffentlicht am 07.11.2011 in Pressemitteilung

Parteitag SPD-Regionalverband wählt ehemaligen Wirtschaftsminister in Andernach erneut an die Spitze

Andernach. Mit einer Mehrheit von 90 Prozent der Delegierten ist Hendrik Hering auf dem Parteitag des SPD-Regionalverbandes Rheinland, der am Samstag in der Andernacher Mittelrheinhalle stattfand, als Vorsitzender wiedergewählt worden. Seine Stellvertreter sind Sozialministerin Malu Dreyer, die 98 Prozent der Delegiertenstimmen erhielt, der Andernacher Oberbürgermeister Achim Hütten (85 Prozent) und der Bundestagsabgeordnete Fritz Rudolf Körper (62 Prozent). Als Beisitzer wurde aus dem Kreis Mayen-Koblenz Maximilian Mumm gewählt.

In den Mittelpunkt seiner Rede stellte der alte und neue Vorsitzende des SPD-Regionalverbands Rheinland die Bildungs- und Energiepolitik. "In Bildungsfragen muss Chancengleichheit herrschen, und deshalb werden wir Sozialdemokraten, so lange wir an der Macht sind, dafür sorgen, dass der Zugang zur Bildung gebührenfrei ist. Fleiß und Intelligenz müssen ausschlaggebend für eine Karriere sein und nicht das Elternhaus", betonte Hendrik Hering. Kämpferisch verteidigte er auch die Wende hin zu erneuerbaren Energien wie Windkraft und Solarstrom. "Und für diese erneuerbaren Energien brauchen wir dezentrale Strukturen, die bei uns im Mittelstand zusätzlich auch Tausende von Arbeitsplätzen sichern", sagte der 47-jährige Jurist.

Mit Blick auf die schwelenden Diskussionen am Nürburgring pocht Hering vor allem auf die Einhaltung der zwischen dem Land und dem Betreiber geschlossenen Verträge. "Als im Sommer Rock am Ring oder die Formel eins am Nürburgring waren, da hat niemand darüber geklagt, dass es schwierig sei, hier Geld zu verdienen. Jetzt, in den Herbst- und Wintermonaten, wird nun geklagt. Es kann aber nicht sein, dass Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert werden", so der ehemalige Wirtschaftsminister des Landes.

Hinsichtlich des Ergebnisses der Piratenpartei bei der Berlinwahl ermahnte er die Genossen zur Wachsamkeit. Denn auch bei den Grünen und später bei der Linken hätten manche Sozialdemokraten gemeint, diese Gruppierungen seien nur eine Zeiterscheinung. Und dann sei man schließlich eines Besseren belehrt worden. "Wir müssen uns um die Sorgen und Nöte dieser Wähler kümmern, denn ein Aufkommen einer vierten Partei im linken Spektrum wäre verheerend für die Mehrheitsbildung", meinte Hendrik Hering.

Quelle: Peter Karges, Rhein-Zeitung, 7.11.2011

 
 

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