Chance als Risiko für die Region

Veröffentlicht am 20.08.2008 in Aktuell

Andrea Nahles und Herbert Keifenheim machen sich ein Bild vom Fortgang des Projekts „NÜRBURGRING 2009“

„Ein ehrgeiziges und wichtiges Projekt für unsere Heimatregion“, urteilte die Bundestagsabgeordnete Andrea Nahles. Gemeinsam mit Herbert Keifenheim, dem Kandidaten der SPD für das Amt des Verbandsgemeindebürgermeisters besuchte sie Walter Kafitz. Der Chef der Nürburgring GmbH berichtete über den Stand der Baustelle Nürburgring. 215 Millionen Euro bis 2009 sollen hier investiert werden. „Eine Infrastrukturmaßnahme von der wir in der Region profitieren können“, erklärte Nahles.

Am Nürburgring werden gerade zwei Gegensätze Realität. Hightech, Stahl und Beton, Rennen und Spannung auf der einen Seite; Natur, Wellness und Entspannung pur inmitten einer der schönsten Landschaften Deutschlands, das sind die Kontraste, die die Menschen zu rund 100 Rennsport Ereignissen und rund 200 weiteren Veranstaltungen rund um den Ring locken sollen und werden. Jedenfalls sind sich die Macher sicher. 100 Millionen Euro haben sie in den vergangenen 14 Jahren rund um die legendäre Nordschleife investiert. Künftig soll nicht nur die Rennstrecke, die für Fachleute immer noch als „State of the art“, als beste aller Strecken gilt, allein die Attraktion am Nürburgring sein. Mit ihren Plänen verfolgen.
Walter Kafitz und seine Mannen haben ein noch viel umfassenderes Ziel: „Ich sehe mich seit 14 Jahren aufgerufen, Wohlstand in die Region zu bringen und immer neue Impulse für den Motorsport zu schaffen“, erklärte Kafitz. Der erste Spatenstich sei der Beginn eines Paradigmenwechsel des Unternehmens vom reinen Betreiber einer Rennstrecke zum Anbieter eines ganzjährig aktiven Freizeit- und Businesszentrums. „Eine im Prinzip logische Entwicklung“, befand Andrea Nahles, die als fast direkte Nachbarin des Nürburgrings die kritischen und hoffnungsfrohen Stimmen im Umfeld des Projekts wie keine zweite kennt.
„Es ist klar, dass die Nürburgring GmbH sich vom Motorsport unabhängige Umsatz- und Ertragsquellen erschließen muss“, befand auch Herbert Keifenheim. Er sehe Walter Kafitz und seine Mannschaft vor allem aber auch dazu aufgerufen, ihrer Struktur- und arbeitsmarktpolitischen Verantwortung für die Region gerecht zu werden. „Ich begrüße bei dieser Investition den Arbeitsplatz schaffenden Effekt vor allem dann, wenn die Unternehmen der Region daran beteiligt sind“, kommentierte Keifenheim. Sehr vielversprechend hörten sich die Indoor-Attraktionen an, die Walter Kafitz und sein Team vorstellten. So beispielsweise ein „Nürbus Simulator“, der seine Gäste zu einer „Kaffeefahrt“ mit überraschendem Ende einladen soll.

Mit einer Beschleunigung von 0 auf 217 km/h in 2,5 Sekunden soll eine Achterbahn installiert werden - eine Attraktion ganz sicher nicht für schwache Nerven.“Auch nichts für schwache Nerven sei der Zeitplan bis zur Eröffnung im Juni 2009. Keifenheim: „Ich bin zuversichtlich dass Ihr Team es bis zur Formel 1 2009 sicher schaffen wird. Aber schon zu DTM – das wäre eine Meisterleistung.“

 
 

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