"Musik hilft" - Solidarität schaffen

Veröffentlicht am 27.02.2009 in Aktionen

Das Popduo Rosenstolz hat den Ehren-Echo für besonderes soziales Engagement verliehen bekommen. Frank-Walter Steinmeier würdigte in seiner Laudatio den Einsatz der beiden Berliner im Kampf gegen Aids - und regte einen "Kreativpakt zwischen Politik und Kultur" an.

Die Musik von AnNa R und Peter Plate drehe sich immer um das "große Leben", "mit Glück, Liebe, Trauer, Hoffnung, mit Zuversicht!", beschrieb der Vizekanzler am Freitag in Berlin. Diese Haltung des Popduos beschränke sich aber nicht nur auf die Musik, sondern gehe weit darüber hinaus ins wirkliche Leben hinein, sagte Steinmeier mit Blick auf das Engagement von Rosenstolz für Menschen, die an Aids erkrankt sind. So veröffentlichten die beiden Musiker ihre Single "Aus Liebe wollt ich alles wissen" als Benefiz-Maxi zugunsten der Deutschen Aids Stiftung. Und die Band gab 2008 ein Benefiz-Konzert, bei dem sämtlichen Einnahmen ebenfalls gespendet wurden. "Musik hilft", bei Rosenstolz bedeute dies auch: "gesellschaftliche Sprachlosigkeit überwinden und Solidarität schaffen", unterstrich Steinmeier. "Sie leisten hier vorbildliches und ich würde mich freuen, wenn Ihr Beispiel in unserem Land Schule macht. Dabei stehe ich Ihnen gerne zur Seite!", sagte der Vizekanzler zu. Brücken zwischen Kulturen und Kontinenten Dabei weiß Steinmeier auch um die oft schwierige Situation von Künstlern und kreativ Tätigen selbst. Sie müssten von ihrer Arbeit auch Leben können. Denn gerade auch als Außenminister schätzt er sie als "Botschafter unseres Landes". Die Brücken, die sie schlagen, "verbinden Kulturen und Kontinente. Sie schaffen den Rahmen, der politischen und wirtschaftlichen Austausch, aber auch gesellschaftliche Verständigung erst möglich macht". Darum will Steinmeier mit den Kreativen im engen Dialog Lösungen erarbeiten, um den Schutz des geistigen Eigentums auch im Internetzeitalter zu sichern, und die soziale Sicherung zu verbessern. "Im Schulterschluss", so der SPD-Kanzlerkandidat, "werden wir am meisten erreichen. Wir brauchen einen Kreativpakt zwischen Politik und Kultur!" Mehr Infos.
 
 

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