Klöckner: CDU-Beschluss zur deutschen Sprache ist überflüssig

Veröffentlicht am 03.12.2008 in Aktuell

Dieter Klöckner, integrationspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, reagiert auf den Beschluss des CDU-Bundesparteitages, die deutsche Sprache im Grundgesetz zu verankern, mit Unverständnis:

„Die Verankerung der deutschen Sprache im Grundgesetz ist überflüssig. Die Amtssprache in Deutschland ist deutsch. Ein solcher Beschluss fördert in erster Linie vorhandene Klischees und Ängste gegenüber Migrantinnen und Migranten. Es ist unbestritten, dass Sprache für eine gemeinsame Verständigung von elementarer Bedeutung ist. Die deutsche Sprache ist Grundbestandteil der Integrationspolitik, sollte aber gelebt und nicht verordnet werden“, so Klöckner.

Klöckner weiter: „Oberste Ziele der rheinland-pfälzischen Integrationspolitik sind die gleichberechtigte Teilhabe von Migrantinnen und Migranten in allen Lebensbereichen, die Intensivierung des gesellschaftlichen Dialogs und die Partizipation an politischen Entscheidungen. Wichtiger Aspekt für eine erfolgreiche Integration ist der Erwerb der deutschen Sprache. Sie eröffnet den Zugang zur Gesellschaft und ermöglicht die Teilhabe an Bildung, Ausbildung und Weiterbildung.“

Zugleich dürften die Herkunftssprachen nicht vernachlässigt werden. „Sie geben Migrantinnen und Migranten Halt und Identität. Daneben kommt der Mehrsprachigkeit eine große wirtschaftliche, soziale und kulturelle Bedeutung zu“, so Klöckner.

 
 

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