Das Mehrgenerationenhaus überzeugte und begeisterte die SPD

Veröffentlicht am 30.04.2013 in Pressemitteilung

SPD vor Ort: Andernach

Besuch der SPD-Senioren und des Abgeordneten Marc Ruland in der Andernacher Karolingerstraße

Der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft 60 plus der SPD im Kreisverband Mayen-Koblenz besuchte unlängst das Mehrgenerationenhaus des Gemeinnützigen Bauvereins in der Andernacher Karolingerstraße. Ausgelöst wurde die Begegnung durch eine Veranstaltung mit dem Thema „Gut leben im Alter“ im vergangenen Herbst in Andernach-Miesenheim. Auf ihr hoben die damalige Sozialministerin und heutige Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Fraktionsvorsitzender Hendrik Hering, Andernachs Oberbürgermeister Achim Hütten und eine Bewohnerin der Anlage das nach ihrer Meinung richtungweisende Projekt hervor und weckten Neugierde. Vorstandsmitglied Hermann Marx stellte dann die Verbindung her. Der Andernacher Landtagsabgeordnete der SPD, Marc Ruland, begleitete den Besuch.

Im Café des Hauses begrüßte der Geschäftsführer Walter Müller die Gäste. Er stellte zunächst den Bauverein als eine seit 1919 bestehende Einrichtung vor, die 1200 Bürgerinnen und Bürger in 740 Wohnungen betreut, mehr als 90 % davon in Andernach,  die sich auf 140 Häuser verteilen. Sieben Mitarbeiter und fünfzehn Hilfskräfte sind bei ihm beschäftigt.

Der Gedanke zum Mehrgenerationenhaus für Jung und Alt entstand vor einem Jahrzehnt. Dafür bot sich eine innenstadtnahe Fläche an, die durch den Abriss von nicht zukunftsfähigen Häusern frei geworden war. Als 2004 das barrierearme Projekt vorgestellt wurde, zeigten sich 200 Interessenten. Vereinbart wurden fünfzehn Jahre freie Grundnutzung, vollständige Zurückzahlung der eingebrachten Anteile, umfassendes Stimm- und lebenslanges Wohnrecht, kostenlose Nutzung von Café, sowie einer Gästewohnung an sieben Tagen im Jahr, freie Auswahl der Beläge, Zuschuss zum Einbau einer mitgebrachten Küche, Verzicht auf Kapitalverzehr und drei Monate Kündigungsfrist.

Die Resonanz war groß. Sie wurde durch Kennenlerntreffen, z.B. zum Frühstück, gefördert. Diese fanden damals bereits mit Blick auf die Bildung von Gemeinschaften statt. Bei Baubeginn waren bereits 70% der 40 Wohnungen, beim Richtfest 90 % vermietet. Ende 2006 war der Bau bezugsfertig. 2007/2008 folgte der zweite Bauabschnitt, der neben zwölf weiteren Wohnungen auch acht Reihenhäuser auf dem Gelände umfasste. 2010 war er einschließlich eines Blockheizwerkes abgeschlossen. Derzeit verfügt das Projekt über 67 Bewohner mit einem Durchschnittsalter von 56 Jahren. 56 Personen stehen auf der Warteliste.

Der Darstellung der Entwicklung ließ Herr Müller den Blick auf das Innere folgen: die übliche Wohnung - zwei Zimmer, Küche, Bad, Abstellraum, Loggia – umfasst 60,5 qm. Für sie sind   32 700€ aufzubringen. Bei 4 % zugesicherter Dividende ergibt sich eine Miete von 3,80€ je qm; das sind ca. 230 € im Monat. Zur Wohnung gehören ein Kellerraum und das Recht zur Nutzung verschiedener Gemeinschaftsräume. Nicht zu kurz kommen durfte in dem Bericht der Hinweis auf das sich entfaltende Gemeinschaftsleben – vom gemeinsamen Feiern bis zu dem gemeinsam geschriebenen Kochbuch, das gerade in die Medien gebracht wurde.

Der Aufenthalt endete mit dem Besuch einer Wohnung, die freundlich geöffnet wurde. Hier war Gelegenheit, die inzwischen auch mit öffentlicher Auszeichnung anerkannte Leistung des Architekten zu würdigen, die in allen Teilen mit der erreichten Funktionstüchtigkeit überrascht und den Ansprüchen eines „guten Lebens“ entspricht – bis in den grünen Außenbereich hinein. Angesprochene Bewohnerinnen und Besucher bestätigten die Kraft der Anlage.

Der Vorsitzende des Vorstandes der Arbeitsgemeinschaft, Dr. Dieter Börsch, und der Landtagsabgeordnete Marc Ruland dankten dem Geschäftsführer des Bauvereins und brachten ihre Erwartung zum Ausdruck, dass „dieses so gelungene Beispiel viel Beachtung und Nachahmer findet, um der demographischen Herausforderung gewachsen zu sein.“

 
 

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